Stabil genug für mich?

Genau diese Frage stellen wir uns immer wieder, wenn mein Mann und ich zu Besuch bei Freunden in einem Gästebett übernachten. Wir hatten einmal ein einschneidendes Erlebnis mit einem Lattenrost. Mitten in der Nacht gab es einen Schlag und mein Mann lag ein Stück weiter unten als ich. Der Grund lag darin, dass das Lattengestell nur bis ca. 60 kg Belastung ausgelegt war. Ihr könnt euch vorstellen, dass wir bis heute noch darüber lachen, doch auch immer gleich inspizieren, wie stabil das Fundament ausgestattet ist, auf dem wir schlafen werden.

Fundamente sind entscheidend wichtig, schon bei einem Gartenzaun ist genau zu überlegen: Wie stabil soll er sein? Noch viel wichtiger war das Fundament bei unserem Hausbau, die Planung für unsere Bodenplatte war entscheidend: Wie sieht die Körnung der Kiesschicht unter der Platte aus, muss noch eine besondere Vorkehrung getroffen werden, um das Haus vor den Erschütterungen der vorbeifahrenden Züge zu schützen und Schäden zu vermeiden? Und das Haus muss exakt auf die Bodenpatte passen. Also eine Planung ist sehr wichtig.

Es gibt verschiedene Fundamente: Streifenfundament, Einzelfundament oder eine Fundamentplatte. Noch eins fällt mir ein, das Lebensfundament. Bestimmt schon mal gehört. Es geht um dein, mein Leben. Auf was bauen wir unser Leben? Was für eine schwere Entscheidung bei diesem Angebot und so vielen Möglichkeiten.

Nur auf drei der Möglichkeiten möchte ich eingehen. Wie wäre es mit dem Fundament „Selbstverwirklichung“? Beim Kauf im Internet lese ich immer die Bewertungen. Wie würde da wohl die Bewertung aussehen.

  • Material nicht ungefährlich
  • Beim ausschließlichen Einsatz des Bausteins „Selbstverwirklichung“ können Lebenswände zu faulen anfangen
  • Zu viel „Selbstverwirklichung“ ist gesundheitsschädlich und familienunfreundlich

Und wie ist es mit dem Baustein „Fitness und Gesundheit“ für das Fundament?

  • Ist sehr schwer zu bearbeiten, vor allem muss man immer dranbleiben, um die Fitness zu erhalten
  • Was ist, wenn mein Körper nicht mehr kann, dann kann das Fundament „Fitness und Gesundheit“ schnell zusammenbrechen.

Noch eins der Fundamente fällt mir ein: „Familie und Freunde“.

  • Ist super, lässt sich gut ausfüllen
  • Kann man auch mit „beruflichem Erfolg“ und wenn´s gelingt, mit „Lottogewinn“ mischen
  • Aber zu viele Aufgaben und unterschiedliche Interessen bringen rasch das Sturmtief „Konflikte oder Unzufriedenheit“ mit sich und das Haus stürzt ein.

Alle diese Baustoffe möchte ich nicht schlecht reden, doch sie sind nicht stabil genug für unser Leben. Ich habe auch auf viele verschiedene Fundamente gesetzt und so manches in meinem Leben ist wie ein Kartenaus zusammengebrochen, als der Sturm mit Familienstreit, Krankheit, Tod durch mein Leben tobte.

Aber was trägt unser Leben? Ich persönlich habe wertvolle Erfahrungen mit dem Fundament „Gottes Wort“ gemacht.

Wie lebt es sich in einer Welt, die von Gott sehr wenig bis gar nichts wissen möchte? Auf diese Frage hat die Bibel für uns eine Antwort. Johannes schreibt zu allen Generationen im 1. Johannes 2, 12- 17

Dies schreibe ich euch, meine geliebten Kinder, weil ich weiß, dass eure Sünden durch Jesus Christus vergeben sind.

Euch Vätern schreibe ich, weil ihr den kennt, der von Anfang an da war. Ich wende mich aber auch an euch, ihr jungen Leute; denn ihr habt den Teufel besiegt.

Ich will es noch einmal sagen: Euch Kindern schreibe ich, weil ihr den Vater kennt; ebenso wende ich mich an euch Väter, weil ihr den kennt, der von Anfang an da war. Und euch, ihr jungen Leute, schreibe ich, weil ihr im Glauben stark geworden seid. Gottes Wort wohnt in euch, und ihr habt den Teufel besiegt.

Liebt nicht diese Welt und hängt euer Herz nicht an irgendetwas, das zu dieser Welt gehört. Denn wer die Welt liebt, kann nicht zugleich Gott, den Vater, lieben.

Was gehört nun zum Wesen dieser Welt? Selbstsüchtige Wünsche, die Gier nach allem, was einem ins Auge fällt, das Prahlen mit Wohlstand und Macht. All dies kommt nicht von Gott, unserem Vater, sondern gehört zur Welt.

Die Welt aber mit ihrer Unersättlichkeit wird vergehen. Nur wer tut, was Gott will, wird ewig leben.

 

Eine Antwort ist das Glaubensfundament, welches Johannes hier formuliert.

An Vergebung zu glauben ist an sich nicht so schwer. Doch glaube ich, dass es einen Schritt wahrer Veränderung mit sich bringt, wenn ich alle meine Schuld, mein Versagen, mein verpfuschtes Leben zu Jesus ans Kreuz bringe. So war es bei mir, viele Dinge, die mein Leben ausfüllten, bekamen eine andere Priorität. Und ich merkte, wie sich das Wort Gottes in mir ausbreitete. Ja, es ist nicht immer angenehm, wenn Gott am Fundament Reparaturen vornimmt. Doch dadurch werde ich und mein Lebenshaus stabil, sicherer. Klar lebe auch ich in dieser Welt mit all der „Immer-schneller-höher-weiter-besser-Gesellschaft“, wo „keine Rücksicht auf Verluste“ nicht selten das Motto ist. Doch durch das Wort Gottes lerne ich, bewusst nach dem Willen Gottes zu fragen. Und eines weiß ich auch: Das Böse in dieser Welt hat keine Macht mehr, Gott hat über Alles das letzte Wort.

Er ist der Anfang und das Ende, nichts geschieht, ohne dass es an unserem Herrn vorübergeht.   Genau dies kann ich aus diesem Text für mein Lebensfundament schöpfen. Ich mache dir Mut, dein Haus auf dieses Fundament „Gottes Wort“ zu bauen, das ist stabil und trägt bis in die Ewigkeit.

 

Es grüßt dich ganz herzlich

Alexandra Leupold